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a)Was sind die ersten
Anzeichen
Die Krankheit fängt üblicherweise mit kleinen Veränderungen
im Verhalten an.
Die Betroffenen brechen den Kontakt zu Freunden und Verwandten ab
und ziehen
sich zurück. Sie sind leichter irritierbar, weniger belastbar,
in Gedanken
oft in einer "anderen Welt", misstrauisch, wirken ablehnend
und oft
"wunderlich" in ihrem Verhalten. Das "Innenleben"
steht im Mittelpunkt, der
Kontakt zur Außenwelt wird dem gegenüber oft als bedrohlich,
uninteressant
oder störend erlebt. Sie erscheinen dadurch oft teilnahmslos
und abweisend.
Sie ziehen sich vermehrt ins Bett zurück, vernachlässigen
ihre Körperpflege
und stoßen wegen ihrer "Faulheit" auf Kritik. Da
vergleichbare
Verhaltensweisen häufig in der Pubertät auftreten, werden
diese Anzeichen
vielfach als eine "normale Entwicklungskrise" fehlgedeutet.
Auch eine
Verwechslung mit einer Depression ist in diesem Stadium möglich.
Der Erkrankte selbst bemerkt, dass es ihm schwerer fällt sich
zu
konzentrieren, dass er störanfälliger, nervlich weniger
belastbar ist und
geistig schwer abschalten kann. Er leidet darunter, dass ihm vieles
zu "nahe"
geht und dass er mit vielen Eindrücken (z.B. Menschenansammlungen)
und
komplexen Situationen nicht mehr zurecht kommt. Er nimmt Äußerungen
anderer
Menschen zu persönlich, bezieht Geschehnisse in seinem Umfeld
zu sehr auf
sich und fühlt sich ständig betroffen oder angesprochen.
In alltäglichen
Situationen fühlt er sich unsicher und ängstlich. Die
Leistungsfähigkeit in
der Schule oder Beruf lässt nach.
b)Woran erkennt man frühzeitig den Rückfall
Eigentlich wäre die Antwort leicht zu geben: Dann, wenn die
Symptome der Krankheit wieder auftreten. Dies ist ja im Vergleich
zur
Ersterkrankung leichter möglich, da man bereits über die
Krankheit Bescheid
weiß.
Das Problem dabei ist aber, dass das Wiederaufkommen der psychotischen
Erlebniswelten als Bestätigung dafür gesehen werden kann,
dass die
"psychotische Welt" die höherwertige und daher doch
"realistische" ist.
Dadurch können Krankheitseinsicht und therapeutisch erarbeitete
Erkenntnisse
über Bord geworfen werden und die bisher als hilfreich beurteilte
Therapie
abgebrochen werden. Schlafstörungen, erhöhte Irritierbarkeit
das
"Nicht-Abschalten-Können" von Eindrücken und
Gedanken, das verstärkte
Wahrnehmen von Ähnlichkeiten und Zusammenhängen, der symbolhafte
Mitteilungscharakter von an sich unbedeuteten Eindrücken sowie
das Aufleben
vergangener psychotischer Inhalte gehören zu den ersten Anzeichen
und
sollten sofort dem Arzt mitgeteilt werden.
Obwohl es den Angehörigen nicht zusteht, die Diagnose zu stellen,
sollten
ihre Beobachtungen ernst genommen werden und dem Arzt als Entscheidungshilfe
dienen. Da psychisch auffälliges Verhalten gesellschaftlich
stigmatisierend
wirkt und vom sozialen Umfeld oft als bedrohlich eingestuft wird,
ist es
gerade für den Erhalt eines Arbeitsplatzes besonders wichtig,
die Erkrankung
selbst früh genug zu erkennen und sich in den "Krankenstand"
zu begeben
bevor die Psychose durch Verhaltensauffälligkeiten für
die nicht immer wohl
gesonnenen Mitmenschen offensichtlich wird.
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